Brotbacken im Vergleich – Römertopf, Auflaufform aus Glas, gußeiserner Dutch Oven, Steingut-Bräter und Backblech

Fünf Brotbackvarianten im Test

Viele Wege führen zum Brot und Experten raten dir unbedingt zu der einen Variante oder eben zu der anderen. Mir ist Brotbacken sehr wichtig, dann weiß ich zum einen, welche Bestandteile mein Brot hat und zum anderen finde ich das Kneten richtig entspannend. Hier bekommst Du meine Tipps zum Brotbacken – mit fünf Backformen im Vergleich.

Ich war hin- und hergerissen, ob und welche Art der Backformen ich in meinen Online-Shop mit aufnehmen sollte. Von allem ein bisschen finde ich nicht so gut. Das ist, als wüsste ich selber nicht, welche Backhelfer am besten helfen. Und außerdem sind wir ja nur ein kleiner Shop (also noch … 😉 ).

Test von verschiedenen Brotback-Varianten

Deshalb habe ich einen kleinen Test gemacht und das Kürbis-Brot mit verschiedenen Backformen gebacken.

Hier ist das Rezept. Wie ihr unschwer im Rezept erkennen könnt, wären Kürbiskerne als Topping recht cool gewesen. Die habe ich leider beim ersten Mal vergessen und schließlich musste ich sie auch im weiteren Verlauf (die anderen vier Backversuche) vergessen… 😉

Kürbisbrot

Kürbisbrot
Zubereitungszeit40 Min.
Gericht: Frühstück
Portionen: 1 Brot
Autor: Jana

Zutaten

  • 350 g Hockkaido- oder Butternutkürbis
  • 1 TL Salz
  • 400 g Weizenmehl
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 1 TL Kurkuma gemahlen
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 Hand Kürbiskerne für oben drauf

Anleitungen

  • Den Kürbis in kleine Stücke schneiden und 10 Minuten in Salzwasser kochen. Überschüssiges Wasser abschütten, anschließend pürieren.
  • Alle übrigen Zutaten in eine Schüssel geben, den Hefewürfel vorher mit der Hand zerbröseln.
  • 5 EL Wasser und das Kürbismus hinzugeben und 3 Minuten mit dem Handrührgerät kneten.
  • Den Teig 60 Minuten gehen lassen.
  • Mit etwas zusätzlichem Mehl den Teig bestäuben und nochmals mit den Händen durchkneten. Anschließend in die jeweilige Form geben. Mit Kürbiskernen bestreuen.
  • In den kalten Backofen stellen und bei einer Form mit Deckel 60 Minuten bei 200°C Umluft backen, dann den Deckel abnehmen und 10 weitere Minuten backen.
    Wenn ihr eine Form ohne Deckel verwendet, dann backt ihr das Brot nur 40-45 Minuten, außerdem stellt ihr eine feuerfeste Form mit Wasser auf den Boden vom Backofen (damit die Kruste kross wird).
  • Wenn Du auf das Brot klopfst und es sich hohl anhört, dann ist es gut!

Vorgehen im Thermomix (dauert etwas länger)

  • Kürbis in kleinen Stücken in den Garkorb vom Thermomix geben sowie 250g Wasser in den Mixer. Varoma / Stufe 1 / 25 Minuten
  • Den gegarten Kürbis für 10 Minuten auskühlen lassen, das Wasser aus dem Mixer wegschütten.
  • Den gegarten Kürbis mit 50 g Wasser im Mixer: 30 Sek / Stufe 10
  • Alle übrigen Zutaten in den Mixer hinzugeben und kneten: 5 Minuten / Knet-Funktion.
  • Teig in die gewünschte Form geben und mit Kürbiskernen bestreuen. 30 Minuten gehen lassen.
  • In den kalten Backofen stellen und bei einer Form mit Deckel 60 Minuten bei 200°C Umluft backen, dann den Deckel abnehmen und 10 weitere Minuten backen.
    Wenn ihr eine Form ohne Deckel verwendet, dann backt ihr das Brot nur 40-45 Minuten, außerdem stellt ihr eine feuerfeste Form mit Wasser auf den Boden vom Backofen (damit die Kruste kross wird).
  • Wenn Du auf das Brot klopfst und es sich hohl anhört, dann ist es gut!

So, jetzt geht’s endlich zu meinen Erkenntnissen. Fünfmal insgesamt gab es dieses leckere Kürbisbrot. Ich habe mit dem Römertopf, einer Kasserolle mit Deckel, die fürs Backen zweckentfremdet wurde, dem Dutch Oven, einer Steingut-Auflaufform und einmal auf dem Backblech ohne jegliche Form probiert, seid gespannt:

Tipps zum Brotbacken – Backformen im Vergleich: Kürbisbrot aus dem Römertopf #1

Mein erster Versuch ist direkt schon ganz gut gelungen. Einen Römertopf* (mit Deckel) verwendet man oft und gerne zum Backen von Brot. Das Besondere an seinem Material ist die recht poröse (aber nicht wirklich für das bloße Auge erkennbare) Struktur im Stein. Wenn man den Topf mitsamt Deckel vorher wässert, dann gibt der Topf über die gesamte Backzeit Feuchtigkeit an das Brot und es wird nicht trocken. Der Deckel verhindert außerdem, dass die Kruste zu dunkel wird.
Alles stimmt. Die Kruste war ganz gut, aber zur richtigen Krossigkeit fehlte es noch etwas. Das Brot war fluffig, nicht zu viel und nicht zu wenig. Aber das Wässern fand ich mit seinen 30 Minuten doch schon recht lang. Schließlich war in der Zeit die Spüle belegt und ich musste immer ins Bad laufen …
3,8/5 Punkte!

Brot aus dem Römertopf
Brot aus dem Römertopf

Backformen im Vergleich: Kürbisbrot aus der Kasserolle mit Deckel #2

Der erste Versuch war recht schnell verputzt, das muss man schon sagen. Jetzt in der zweiten Variante wollte ich mal wissen, ob das denn wirklich mit dem Wasser so viel ausmacht. Mich interessiert, ob ich mit hitzebeständigem Glas genauso weit komme. Schließlich hält der Deckel zumindest so dicht, dass die Feuchtigkeit aus dem Teig innerhalb der Kasserolle bleibt. Den Teig habe ich vor dem Backen mit Wasser zusätzlich eingepinselt.
Eine Kasserolle* wird übrigens normalerweise nicht zum Backen genommen, sondern eignet sich hervorragend zum Schmoren oder für Saucen. Aber warum nicht?
Meine stammt übrigens noch aus der Aussteuer von Mama und Papa – die beiden habe diese vor fast 50 Jahren zur Hochzeit bekommen. Mit dem Orange passt sie perfekt in meine Küche und ist ein Unikat (die kleinere Variante hab ich auch, das ist natürlich das zweite Unikat! – hehe).
Vom Ergebnis war ich recht begeistert und das Brot war sehr lecker. Die Kruste war besser als im Römertopf, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Leider war die Hefe nicht so gut aufgegangen wie erwartet. (Vielleicht weil ich sie vorher eingefroren hatte? Ich weiß es nicht…)
4/5 Punkte!

Brot aus der Kasserolle
Brot aus der Kasserolle
Brot aus der Kasserolle
Brot aus der Kasserolle

Tipps zum Brotbacken – Backformen im Vergleich: Kürbisbrot aus dem Dutch Oven (gußeiserne Form mit Deckel) #3

Wenn wir über gußeiserne Formen sprechen, dann denken vielen an die hochwertigen emaillierten (und teuren) Töpfe von Le Creuset. Unser Topf ist nicht emailliert, deshalb ist er etwas robuster. Von unserem Dutch Oven kann einfach nichts von der Oberfläche abplatzen, weil nichts dran ist. Tatsächlich haben wir uns damals den Topf zugelegt, weil wir viel outdoormäßig unterwegs sind. Mit dem Topf können wir auf dem offenen Feuer kochen. Dem Dutch Oven macht es nichts aus, direkt in der Glut zu stehen.
Im Gegensatz zu den ersten beiden Formen, die ich mit pflanzlicher Butter eingefettet hatte, habe ich dieses Mal Backpapier genommen. Einen Dutch Oven muss man nämlich nach wenigen Benutzungen und Spülvorgängen (ohne Spüli) wieder mit Fett einbrennen, das wollte ich mir ersparen. Und das Brot? Na das war super! Man kannst nicht anders sagen – bisher mein Favorit! Die Kruste kross, der Laib brotig und überhaupt nicht trocken.
4,5/5 Punkte!

 

Brot aus dem Dutch-Oven
Brot aus dem Dutch-Oven

Backformen im Vergleich: Kürbisbrot aus dem Steingut-Bräter (hier: von Vorwerk) #4

Tatsächlich hat sich diese Variante erst während der Testphase ‚eingeschlichen’ – den gab es nämlich zum Nichtneinsagenkönnen-Preis zum (gebrauchten) Thermomix dazu. Und dann noch in Dunkelblau! Hierfür habe ich mit dem Mixer aus Rapsöl, Weizenmehl und Kokosfett eine Patina hergestellt, damit habe ich den unteren Teil des Bräters eingefettet. Ich habe eine vergleichbare Form bei Amazon gefunden, von Emily Henry*.
Das Brot war perfekt. Was soll ich sagen? Es war noch besser auseinandergegangen als das im Dutch Oven (es war sogar ein bisschen platt!), die Kruste war perfekt und das Innere auch. Aufgrund der Plätte gibt’s leider keine volle 5 Punkte, die Scheiben sind einfach sehr schmal, aber sonst… yamyamyam*
4,8/5 Punkte!

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Tipps zum Brotbacken – Backformen im Vergleich: ohne Form direkt auf dem Blech #5

Das war sicherlich die einfachste Lösung, die mit wenig Vorbereitung zu tun hatte (gar keiner). Es musste nichts gewässert werden, nichts gespült werden und auch das Einfetten war nicht notwendig. Lediglich ein Backpapier habe ich verwendet. Die Backzeit hat hierbei 40 Minuten tutto completti gedauert. Unterhalb des Backblechs hatte ich eine feuerfeste Schale mit Wasser hingestellt, damit das Brot nicht ganz trocken wird.
Ich muss allerdings zugeben, dass das Blechbrot trotzdem das trockenste Kürbisbrot von allen fünf getesteten Varianten war und die Kruste war sogar etwas mehr als kross. Es war immer noch schmackhaft und sowas wie ‚saftig’ Dank des Kürbis, aber eben nicht so gut, wie die anderen Brote aus den Formen. Es hatte die interessanteste Form und sah von der Seite ein wenig aus wie Pacman.
3,5/5 Punkte!

Brot ohne Form und vom Blech
Brot ohne Form und vom Blech

Habt ihr noch andere Ideen, Formen und Möglichkeiten?

Wenn ja, dann freue ich mich auf unseren Austausch!

 

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